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Geschichte

Die Protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine der Schweiz gehen auf die Initiative von Pfr. Wilhelm Le Grand zurück. Er stammte aus einer Familie, die wegen ihres Glaubens ihre Heimat in den spanischen Niederlanden im 17. Jahrhundert verlassen hatte.

1836 wurde Wilhelm Le Grand der erste reformierte Pfarrer in Freiburg. Durch einen Auslandaufenthalt lernte er die schwierige Lage von Protestanten in der ausländischen Diaspora kennen und wollte ein gemeinsames Werk für die protestantischen Glaubensgeschwister im Ausland gründen.

1840 gelangte er mit diesem Anliegen an die Predigergesellschaft.

1842 kam es in Basel zur Gründung des ersten Protestantisch-kirchlichen Hilfsvereins. Sein Ziel war Hilfe an zerstreuten, verlassenen Glaubensgenossen.

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten entstanden nach und nach in zahlreichen reformierten Landeskirchen der Schweiz solche Hilfsvereine:

  • 1842 Basel und Schaffhausen
  • 1843 Zürich, Bern, Neuenburg, St Gallen, Genf
  • 1844 Graubünden, Appenzell ARh, Thurgau
  • 1845 Baselland
  • 1846 Aargau
  • 1853 Glarus
  • 1854 Waadt
  • 1857 Freiburg
  • 1921 Solothurn


Seither setzen sich diese Vereine für evangelische Kirchen und Gemeinden in der Diaspora ein.

Als Organisationsform wurde bewusst der Verein gewählt. Durch die Mitgliedschaft möglichst vieler Privater soll die protestantische Solidarität eine breite Basis haben.

Heute zählen viele Vereine nur noch wenige Mitglieder, welche mit einem bescheidenen Jahresbeitrag innerprotestantische Solidarität ausdrücken und dem Verein Mittel für die Hilfe zur Verfügung stellen. Alle Vereine nehmen jederzeit gerne neue Mitglieder auf.

Kontaktadressen finden Sie in der Rubrik Mitglieder.

Literatur:
Eberhard Vischer, Das Werk der schweizerischen protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine 1842-1942.
Basel (Helbling und Lichtenhahn) 1944.