Protestantische Solidarität Schweiz
Vereinigung der Protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine der Schweiz

Aktuelles Projekt: Chotěboř

Die Idee eines Sommerlagers für Ferien und Ausbildung von Kindern aus Familien der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder und darüber hinaus entstand in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre, als sich die politische Lage in der damaligen Tschechoslowakei etwas, allerdings nur kurzfristig, entspannte. Sie konnte zu diesem Zweck ein Grundstück mit Wald und Wiese etwa 1 Kilometer ausserhalb der Stadt Chotěboř am Fusse des Böhmisch-Mährischen Eisengebirges erwerben. Das Grundstück liegt am Rand eines Waldes im Doubrava-Tal und grenzt an ein Naturschutzgebiet. Die Umgebung war und ist bis heute ideal für Ferien und Erholung. 1971 schliesslich konnte dort ein erstes Gebäude mit einfachen Schlafräumen feierlich eröffnet werden.
Im Verlauf der 70er Jahre aber wurde dieses Gebäude im Rahmen der damals anlaufenden regionalen Uranforschung vom Staat beschlagnahmt. Gleichwohl gelang es der Evangelischen Kirche, ein weiteres Gebäude, das sog. „Untere Unterkunftshaus" zu bauen. So konnten weiterhin jeden Sommer Ferienlager stattfinden. Nur nach wenigen Jahren wurde die Uranforschung wieder eingestellt und das nahe Forschungsbergwerk zugeschüttet. Eine unabhängige Untersuchung ergab Jahre später, dass keinerlei gesundheitsschädliche Altlasten mehr vorhanden sind. Als die Kirche das beschlagnahmte Gebäude zurückerhielt, waren jedoch die Fundamente beschädigt. Im Zusammenhang mit einer Renovierung der Sanitäranlagen Ende der 90er Jahre konnten die gröbsten Mängel behoben werden. Das Gebäude diente danach bis heute der Unterkunft des Personals sowie der jeweiligen Freizeitleitung. Auch werden die Lager- und technischen Räume für den Zentrumsbetrieb genutzt.

Ursprünglich wurden alle Gebäude mit schlechtem Material gebaut, weshalb ab den 90er Jahren immer wieder viele Reparaturarbeiten anfielen. Ein wichtiger Entwicklungsschritt bedeutete dann die Rekonstruktion der hygienischen Anlagen in beiden Unterkunftshäusern, der Küche und des Betriebsgebäudes. Vor 6 Jahren konnte mit finanzieller Unterstützung des HEKS das am stärksten renovierungsbedürftige „Oberes Unterkunftshaus" komplett saniert werden. Im Jahr 2008 wurde dann ebenfalls dank einem Zuschuss von HEKS das „Untere Unterkunftshaus" renoviert.

Die Gäste des Zentrums schätzten den höheren Komfort sehr, den diese Renovationsarbeiten brachten. Dazu zählt auch der Hindernisfreie Zugang für RollstuhlfahrerInnen zu den Unterkunftshäusern, so dass gerade auch Körperbehinderte oft und gerne an den Ferienlagern im Evangelischen Zentrum Chotěboř teilnehmen. Zu ihnen zählen zum Beispiel auch die BewohnerInnen aus dem nahen Diakoniezentrum Čáslav, die sich problemlos in die Familienferien integrieren lassen. Auffallend ist, dass seit den Renovierungsarbeiten auch mehr Mütter mit Kindern an den Sommerlagern teilnehmen.

Der Betrieb kann heute kostendeckend geführt werden; erwirtschaftete Überschüsse erlauben Neuanschaffungen und den nötigen Unterhalt der Liegenschaft. Dazu trägt bei, dass Dank der besseren Isolation der Aufwand für Energie kleiner geworden ist was überdies auch der Umwelt nützt. Das Zentrum hat keine ganzjährig Angestellte, sondern lediglich Helfer und Helferinnen, die gegen geringe Aufwandsentschädigung oder ohne eine solche ehrenamtlich mitarbeiten. Umso wichtiger ist es, dass mit den jetzt geplanten Baumaßnahme auch die Rahmenbedingungen (Unterkunft) für diese Mitarbeitenden verbessert werden können.

Heute besteht das Evangelische Zentrum Chotěboř aus vier Gebäuden: dem sog. Oberen und Unteren Unterkunftshaus, dem Küchengebäude (mit Speisesaal) und dem noch nicht sanierten Betriebsgebäude.

Das Betriebsgebäude ist das letzte Gebäude im Evangelischen Zentrum Chotebor, das heute noch in einem sehr schlechten Zustand ist. Mit der jetzt beabsichtigten bautechnischen Totalsanierung können in diesem Haus zusätzlich 5 Dreibettzimmer, ein Clubraum, ein Heizungsraum, Lagerraum und eine Hausmeisterwerkstatt samt einem Verwaltungsbüro geschaffen werden. Und damit wird nochmals das ganze Zentrum aufgewertet und die Betriebsabläufe werden sich vereinfachen. Die Verantwortlichen versprechen sich davon einen langfristigen, nachhaltigen Nutzen, der natürlich nicht zuletzt spürbar den Begünstigten zu gut kommen wird.

Partner in der Schweiz: HEKS und Protestantische Solidarität Schweiz (Konfirmandengabe)

Flyer Konfirmandengabe 2012

Die Konfirmandengaben sind an die jeweiligen kantonalen Hilfsvereine zu überweisen.  Nur wo kein Hilfsverein besteht, sollte die Überweisung auf das Konto der Protestantischen Solidarität Schweiz erfolgen.

Kontoangaben finden sich unter der Rubrik Mitglieder



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